Shitstorm gegen Maskenpflicht der SBB

Mar­co Mei­er, Micha­el Peter und Sascha Tossut

Ein Twit­ter-User hat dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass die Mas­ken­pflicht in der Schweiz nicht kon­se­quent durch­ge­setzt wird. Die Schwei­ze­ri­schen Bun­des­bah­nen (SBB) haben mit einem Tweet dar­auf reagiert und erklärt, dass das Bahn­per­so­nal die­se Pflicht nicht durch­setzt, son­dern jeder in Eigen­ver­ant­wor­tung hand­le. Das führ­te zu einem Shit­s­torm. Dar­auf­hin kor­ri­gier­te die SBB ihre Aus­sa­ge und stell­te die­se rich­tig. Die Kom­mu­ni­ka­ti­on war irre­füh­rend für vie­le Pend­ler und ÖV-Reisende.

Als metho­do­lo­gi­sche Grund­la­ge zur Fall­ana­ly­se dient eine Inhalts­ana­ly­se. Dabei wer­den die emo­tio­na­len Reak­tio­nen nach dem Rad von Plut­chik ana­ly­siert und der Fall mit Hil­fe der Kri­sen­ver­laufs­kar­te nach Gryn­ko und Bae­ris­wyl rekon­stru­iert (KMK-Enzy­klo­pä­die, 15. Febru­ar 2022). Der Fokus liegt dabei auf Effek­ti­vi­tät der Reak­ti­on der SBB.

Es ist nicht klar, war­um es zu die­sem irre­füh­ren­den Tweet kom­men konn­te. Viel­leicht war die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht deut­lich. Das heisst, die Regeln, Mass­nah­men oder der Hand­lungs­spiel­raum des Bahn­per­so­nals waren nicht klar defi­niert. Es könn­te auch sein, dass der Mit­ar­bei­ter oder die Mit­ar­bei­te­rin die eige­ne Mei­nung über die­sen Kanal ver­tre­ten hat.

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