Einsturz der Autobahnbrücke in Genua

von Dani­el Fäss­ler und Oli­ver Feusi

In die­sem Bei­trag wer­den die Kom­mu­ni­ka­ti­on und das Kri­sen­ma­nage­ment der wich­tig­sten betei­lig­ten Par­tei­en im Zusam­men­hang mit dem Ein­sturz der Auto­bahn­brücke in Genua am 14. August 2018 ana­ly­siert. Grund­la­ge der Unter­su­chung sind vor­wie­gend deutsch‑, ita­lie­nisch- und eng­lisch­spra­chi­ge Zei­tungs­ar­ti­kel sowie die offi­zi­el­len State­ments der betei­lig­ten Parteien.

Im Zen­trum der Stu­die steht die Ana­ly­se der mög­li­chen Ursa­chen, der Aus­wir­kun­gen, der getrof­fe­nen Mass­nah­men sowie des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­tens der wich­tig­sten betei­lig­ten Parteien.

Da die Auto­bah­nen in Ita­li­en pri­va­ti­siert sind, fand die Poli­tik schnell den «Sün­den­bock». Noch vor irgend­wel­chen Abklä­run­gen wur­den bereits Per­so­nen ange­pran­gert. Die Ver­ant­wor­tung wur­de von die­sen Per­so­nen jedoch wie­der zurück­ge­wie­sen, und so ent­stand schnell ein Streit zwi­schen den invol­vier­ten Par­tei­en anstel­le des Ver­su­ches, die Kri­se gemein­sam zu bewältigen.

Die für den Unter­halt der Brücke zustän­di­ge Auto­s­tra­de per l’Italia stand zwar einem sehr schlech­ten Licht, hat jedoch von Anfang an hilfs­be­reit gewirkt und für die Opfer einen Fonds ein­ge­rich­tet. Die ita­lie­ni­sche Regie­rung wirk­te durch ihr Ver­hal­ten aller­dings alles ande­re als vertrauenswürdig.

Die Kri­se war beson­ders bri­sant, da sehr vie­le Per­so­nen davon betrof­fen waren. Einer­seits die vie­len Toten und Ver­letz­ten, aber auch die vie­len Per­so­nen, die ihre Woh­nun­gen ver­las­sen muss­ten. Die betrof­fe­nen Men­schen wur­den in Miet­woh­nun­gen unter­ge­bracht. Auch Trans­port­un­ter­neh­men, Bewoh­ner und Tou­ri­sten, die wegen des gesperr­ten Strecken­teils län­ge­re Strecken auf sich neh­men muss­ten, spür­ten die Tragödie.

 

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